Samstag, 15. Juli 2017

Jetzt wird`s intim! Eine meiner absoluten Lieblingsschweinereien!



Servus Ihr Lieben!
Mir ist schon klar, warum Ihr jetzt alle reingeklickt habt, Ihr kleinen Ferkel!
Ihr wollt doch alle nur das Eine, Fifty Shades of …. Na Ihr wisst schon.
So läuft das eben! Zuerst wird sie sanft und zärtlich massiert, dann binde ich ihr die Beine zusammen, ihr Mund leicht geöffnet und…
Ab auf den Grillspieß mit meiner Spansau!


Was??? Ihr kleinen Perverslinge hattet jetzt natürlich schon wieder andere Gedanken, war klar. Aber da ich nur Köche und Verrückte kenne, nicht weiter verwunderlich.


Aber mal Spaß beiseite. Es braucht schon so einiges, um ein sexy Spanferkel zu machen und ich sag Euch, das kann schon ein verdammt erotisches Erlebnis sein, wenn es dann so wunderbar duftend und golden braun vor einem liegt.
Die besten Spanferkel in München gibt es einmal im Jahr bei Nenad und Mary Ivkovic bei ihrem wundervollen Sommerfest, an dem ich die Freude habe, zu helfen, die guaden Schweinderl dann auch fachgerecht auf den Teller zu bringen.


Und hier ist Nenad wirklich ein wahrer Meister, der mit einer wundervollen Liebe zum Produkt ans Werk geht.
Aber wie mach ich so ein Spitzen- Spanferkel dahoam selber??
So schwer ist das gar nicht, traut Euch ruhig!
Ein Spanferkel sollte so zwischen 15- 20Kg haben und reicht dann locker für 20-30 Leute.

Beim Metzger um die Ecke vorbestellen und schon kann es losgehen. Zuerst wird am Vortag der Bauchraum kräftig gewürzt und wieder zugenäht. Ich fülle hier den Bauchraum immer gerne mit frischen Kräutern und Knoblauch sowie Kümmel. Das kann man alles mit dem Mörser zu einer schönen Paste verreiben und dann gut ins Fleisch einmassieren.


Jetzt stecken wir unser Spanferkel auf einen Grillspieß und platzieren ihn über unserer glühenden Holzkohle. Am besten habt Ihr einen motorbetriebenen Grillspieß, denn 5-7 Stunden am Spieß zu drehen, ist dann doch eher a bisserl nervig.



Beim Grillen ist darauf zu achten, dass das Schwein langsam auf dem Grill zu garen, sprich nicht zu heiß, damit wir eine gleichmäßig braune und keine schwarze Spansau bekommen.
Die Sau wird dabei immer wieder mit Flüssigkeit bestrichen. Hier hat jeder sein eigenes Rezept, Öl mit Wasser oder Bier oder eine ganz eigene Kreation. Das hält die Sau saftig.



Damit die Ohren und das Schwanzerl nicht gleich verbrennen, würde ich vorschlagen, diese mit Alufolie zu umwickeln dann, schaut unser Spanferkerl einfach noch a bisserl scheener aus, wenn es dann fertig ist.
Kurz vor Ende der Garzeit, wenn es schon wunderbar goldenbraun schimmert, streiche ich das Spanferkel immer noch gerne mit einer Honig-Malzbiermischung ein. Das lässt die knusprige Haut noch etwas karamellisieren, gibt Süße und lässt das ganze Schweinderl glänzen, wie wenn es grad aus dem Solarium kommt.

Eine Temperaturnadel ist auch nicht so schlecht, denn das Spanferkel sollte so zwischen 75°C bis 80°C haben. Das testen wir am besten an der Keule, denn das ist die dickste Stelle.
Und wenn das alles passt, dann gibt’s nur noch eines zu tun: mit allen Sinnen genießen.
Und solltet Ihr es gar nicht hinbekommen, könnt Ihr mich gerne anrufen, ich komm dann vorbei und helfe Euch bei Euren Schweinereien😊
Bleibt´s brav und genießerisch,
Euer

Alexander Reiter