Samstag, 18. Juni 2016

Megatrend Street Food in aller Munde!

Megatrend Street Food - in aller Munde!


Street Food ist ja momentan sprichwörtlich in aller Munde. Aber was ist denn eigentlich dran am Megatrend und woher kommt der Hype um den schnellen Snack?

Street Food gibt es eigentlich schon immer. 
Überall da, wo Menschen arbeiten und feiern, leben und es sich gut gehen lassen.
Entstanden ist  Street Food wohl auf den kleinen Märkten an den einfachen Ständen der Händler am Straßenrand, schon lange bevor wir uns darüber Gedanken gemacht haben.


In Asien beispielsweise finden Sie in jeder Stadt die kleinen rollenden Garküchen, an denen Ihnen die frischen Köstlichkeiten zubereitet werden.
Das geht dann von kandierten Früchten über frittierte Speisen, Nudeln und allerhand Fleischgerichten. Meist sind die Gerichte sehr lokal und eben immer speziell auf die Bedürfnisse der Kundschaft abgestimmt.


So findet man in einigen Regionen Insektenspieße genauso auf der Karte, wie frisches, gebackenes Obst.
Wenn´s der Kunde wünscht, wird´s gemacht. Angebot und Nachfrage bestimmen das Geschäft und die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Im Orient sind die Street Food Stände eine der Anlaufstellen für die Menschen und es bilden sich Trauben an den Ständen und auf den Basaren. Nicht nur um zu Essen, nein, das soziale Leben und der Plausch mit dem Nachbarn wird gleich noch mit erledigt.


In Zentralafrika wird gerne auch am  Straßenrand die Ware angeboten und erreicht so ihre Kunden. Grundsätzlich wird überall verkauft was da ist; von Bushmeat bis zum Hirsebrei.

Doch das Interessante daran ist die Vielfalt. Köche, wie ich, können nie an einem Stand vorbeigehen und ich muss einfach in die Töpfe schauen. Wenn die Mama in der Karibik am Straßenrand allerhand Zutaten in ihrem Topf zubereitet, der über einem Ölfass köchelt, kann ich einfach nicht anders, als stehen zu bleiben und zu probieren; nicht immer zur Freude meiner Frau.


So hat jedes Land seine ganz eigene Street Food Kultur möchte ich schon fast sagen, die für mich auch ein bisschen die Identität und Lebensfreude der jeweiligen Region wiederspiegelt.

Doch eines haben alle gemeinsam, es muss schnell gehen und schmecken. So ist dieser Trend eigentlich wie für unsere Zeit gemacht, obwohl er schon viel älter ist, als der Schlips tragende Banker an der Ecke, der schnell mal was auf die Hand essen möchte.


Serviert wird meist in Schalen, Schüsseln oder auf Blättern. Bevorzugt werden Schälchen aus Papier oder Pappe hergenommen oder man bekommt die Speisen auf Holzspießchen angeboten.

Nach einer Studie der FAO aus dem Jahre 2007 ernähren sich täglich bis zu 2,7 Milliarden Menschen mit Street Food, was wohl mehr als beeindruckend ist, denke ich.

Letzte Woche hatte ich auch mal die Möglichkeit ein bisserl Street Food zu machen, was mir sakrisch viel Spaß gemacht hat. Mit den tollen Kollegen von Chefs Culinar ging es beim „Münchner Streetfood Day“ am Nockherberg so richtig zur Sache. 
Hier war ein richtiger Markt aufgebaut und an den einzelnen Ständen wurde gebruzelt, was das Zeug hält.

Ich durfte an diesem Tag als Gast Koch a bisserl mitwurschteln und hab natürlich das Ganze a bisserl Bayerischer interpretiert. 
Bei mir gab es Bavarian Crossover mit einen Kalbsbackerl-Burger mit Spargel und Australisches Flank Steak mit Zwiebelmarmelade und  Kräuter-Bergkäseknödel.

Und so wurde hier richtig Gas gegeben. Surf and Turf Rolls und Indien Pulled Lamb in Chapati Brot oder Pastrami von der Rinderbrust, alles in kleinen Portionen, wo man gerne nicht nur eine von „probierte“.


Es war ein wunderschöner Tag und ich hatte eine Menge Spaß. Vielen Dank nochmal an die Kollegen von Chefs Culinar, die mit viel Liebe zum Detail und tollen Ideen diesen Event auf die Beine gestellt haben. Ihr rockt Leute!

Wer auf der Welt unterwegs ist, sollte sich auch mal trauen, in die Töpfchen am Straßenrand zu schauen, denn vielleicht findet er gerade hier den unvergesslichen Geschmack.

In diesem Sinne, liebe Schlemmerlinge, bleibt neugierig und hungrig,

Euer

Alexander Reiter

Samstag, 4. Juni 2016

Vive la France! Der ultimative EM- Burger

Vive la France! Der ultimative EM-Burger

Nur noch eine Woche, dann geht´s endlich los mit der EM in Frankreich. Und damit es auch daheim ein bisserl Französisch zugeht, hab ich mir mal was anderes ausgedacht.
Zugegeben, sonst schmeiß ich auch meine Würstl und eine halbe Sau auf den Grill, aber das wird mir jetzt auf die Dauer doch zu langweilig.
Also rein in die Küche und ran an meine Mission EM Burger!

Anstatt einem Burger Brötchen nehm ich jetzt erst mal ein Baguette. Das toaste ich so richtig knusprig, dann ist das schon mal richtig guad.

Die Basis für den Burger bildet natürlich 100% iges Rinderhack, schön mager und eine richtige Männerportion. So 300g Fleisch darf das schon sein. Ein bisserl mit Fleur de Sel und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen, sowie etwas frischem Oregano und Knoblauch. Dann machen wir daraus scheene Burger Pflanzerl.

Ansonsten haben wir noch folgendes auf dem Burger:
Eine Sauce aus körnigem DijonSenf, Mayonnaise und Honig und gehackten Röstzwiebeln ist sozusagen das Fundament, mit dem das Baguette bestrichen wird.

Darauf kommt Romana Salat, Tomate, rote Zwiebeln und ein paar Scheiben Salatgurkerl. Hollandaise, Speck, Preiselbeeren und Brie runden dann am Schluß den Burger ab; wie, dazu später mehr. 

Und dann geht´s auch schon los: Ab mit dem Pflanzerl auf den Grill und richtig heiß anbraten; ich will es natürlich innen noch schön rosa haben und brate es daher kurz und richtig heiß an.

Dann ab in die Pfanne, den französischen Brie drauf und im vorgeheizten Backofen fertig ziehen lassen, wo der Käse dann wunderbar schmilzt.

In der Zwischenzeit hab ich kurz eine Hollandaise gemacht (wie die geht, hab ich Euch ja bereits in einem meiner letzten Blogs erklärt, da könnt ihr das auch nochmal nachlesen)


Und was natürlich nicht fehlen darf ist Speck, schön kross gebraten, die Preiselbeeren kommen auf den geschmolzenen Käse und frische Kräuter für das Aroma.

Ich glaub, der Burger kann sich wirklich sehen lassen, da bleibt kein Auge trocken und ich verspreche Euch, dass Ihr damit bei euren Freunden Punkten könnt. Es sein denn, die sind Vegetarier oder faseln was von "Low-Carb", wie meine Frau zur Zeit. 

Ein paar coole Drinks, den ultimativen Burger und mit viel guter Laune geht´s dann für Euch direkt ins Finale!

Also in diesem Sinne, bleibt´s hungrig lasst es krachen und unterstützt unsere Jungs!

Euer

Alexander Reiter